Trimmen

Hier werde ich demnächst versuchen, das "Trimmen" eines Schwarzen Terriers einigermaßen verständlich zu erklären!

 

Das Trimming

Beim "Russischen Styling" ist der große Unterschied zum "normalen Trimmstil", dass der Hund eben "gestylt" wird und auch so aussieht! Die letzten Jahre, wird immer mehr dieser Trimmstil verwendet. Im Ausland sieht man eigentlich keinen anderen mehr. Auf deutschen Ausstellungen sieht man es mal so und mal so. Etliche Deutsche Richter (insbesondere Terrierrichter) sehen dieses "Russische Styling" nicht gerne, erstes ist es ihnen meist zu "Überstylt", zweitens wird das Haar durch das frische Baden und schneiden am Ausstellungstag sehr weich sein. Nun ist es für uns Deutsche Aussteller nicht unbedingt einfach, zumindest, wenn man auch auf CACIB Schauen, bzw.. auch im Ausland ausstellen möchte ein Trimming zu wählen. Man möchte seinen Hund evtl.. in der einen Woche auf einer CACIB im Ausland zeigen, wozu er das "Russische Styling" braucht, 2 Wochen später ist aber evtl.. der Termin für einen CAC Schau, bei einem Terrierrichter, wozu der Hund eigentlich im "normalen Trimming" gezeigt werden sollte! Das Haar wird in 2 Wochen nicht die erforderliche Länge erreichen, man bekommt unter Umständen (wie mir selbst schon mit Chaika passiert) eine viel schlechtere Formwertnote. Hier sitzen wir Aussteller wirklich in der "Zwickmühle". Ich persönlich bin der Meinung, man sollte sich entweder International auf einen Trimmstil einigen oder auch in Deutschland, bei allen Richtern, das "Russische Styling" erlauben und auch gleich bewerten. Hier ist in Deutschland einiges an Nachholbedarf!

Das Normale Trimming

 

Barusch mit dem "Normalen Trimming"

 

 

Chaika mit dem "Normalen Trimming"

Beim Normalen Trimming, wird der Hund nicht frisch gebadet, spätestens 3 Wochen vor der Ausstellung ist hierfür der letzte Termin. Badet man den Hund später, wird das Haar weich, fällt falsch und hat keinen "Griff" mehr.

Vor dem Trimmen bürste man den ganzen Hund kräftig mit einen groben Drahtbürste durch. Dies entfernt den gröbsten Schmutz und "teilt" die Haarsträhnen auf, damit es beim kämmen nicht so sehr ziept. zuerst wird mit dem Strich gebürstet, hat man den ganzen Hund durch, gegen den Strich.

Kleine Verknotungen im Haar löse ich mit einen Kamm und den Fingern auf. Hier ist zu hoffen, dass Ihr Hund keinen großflächigen Verfilzungen hat, ansonsten wird`s ab hier für Herr und besonders für den Hund zur Quälerei!!!

Jetzt wird der ganze Hund mit einem mittleren Kamm komplett durchgekämmt. Hierbei ist es sehr wichtig den richtigen Kamm zu haben. Ein Drahtkamm mit langen Zinken. Bei einem Kamm mit zu kurzen Zinken kommen Sie nicht bis auf die Haut, darunter entsteht dann über längere Zeit der gefürchtete Filz. Auch beim Russen geht das abgestorbene Haar nicht von selbst aus (und wabert dann durch die Wohnung), sondern bleibt  in der übrigen Wolle hängen (kein Haar auf Teppich und Polstern).

Ich persönlich lasse hier meine Hunde immer vom Tisch, damit sie sich schütteln und etwas lösen können. Den Hund nach einer kurzen Verschnaufpause wieder auf den Tischstellen. Zuerst ist es wichtig, sich den Hund genau anzusehen. Wie sind die Proportionen? Hat der Hund irgendwelche kleine Mängel, die ich mit dem falschen Trimming dann evtl.. noch hervorhebe? Wie ist der momentane Fellzustand meines Hundes? Sobald ich mir einen Überblick verschafft habe, mache ich mich ans eigentliche Werk!

Mit dem Coatking gehe ich über Rücken und Seiten Partie des Hundes, immer darauf achtend, nicht zu viel Unterwolle rauszuholen. Wenn man das Haar teilt, sollte man nicht sofort und deutlich auf die Haut sehen können. Bei einer vernünftigen Haarqualität, wird man nicht allzu viel an Unterwolle ziehen müssen, damit man festes Haar spürt. Greifen Sie von Zeit zu Zeit, während des Arbeitens mit dem Coatking gegen den Strich des Fells, sind viele feste Haare zu spüren ist es genug.

Die kurzen Partien, am Hals und die Hinterschenkel, schneide ich sauber mit der Schermaschine      3-5 mm Kopf mit dem Strich. Die genauen Zonen, die geschoren werden müssen, sind von Hund zu Hund unterschiedlich. Sie müssen aber in jedem Fall zum Körperbau passen, falls diese verschnitten werden, ist das komplette Trimming "unstimmig" und sieht sehr unschön aus! Die Halspartie beginnt unter den Ohren, am hinteren Ohrenrand etwa. Von dort aus nach unten in einem leichten Bogen zur Schulter hin, bis genau vor`s Schulterblatt. dort geht der Bogen etwas steiler nach vorne zum Brustbein.Die Hinterschenkel beginnt man am After, in einem leichten Bogen nach außen, gerade am der Schenkelhinterseite nach unten, bis zum Sprunggelenk. Man muss sehr darauf achten, nicht zu weit nach außen oder nach innen zu schneiden, ansonsten wirkt das Hinterbein von hinten gesehen zu dünn.

Die sehr kurzen Partien an den Ohren und dem Oberkopf schere ich mit dem 3 mm Kopf mit dem Strich. Die Ohren werden ganz geschoren, angefangen am oberen Ohrrand, dort wo die Knickstelle des Ohres liegt. Am Oberkopf, die Platte sollte nicht länger und breiter sein, als eine Scherkopfbreite. Das Ende liegt genau vor dem Ohrenanfang.

Alles andere wird nun mit der Schere gemacht. Diese Arbeit beginne ich an den Halsseiten, arbeite mich über die Schulte hinunter zum Brustkorb. Von dort aus arbeite ich mich über die Rippenwölbung nach hinten zu den Schenkeln und dem Hintern. Die Länge des Körperhaares sollte ca..5 cm betragen. An manchen Stellen wird es sicher kürzer, bzw.. länger sein, da der Gesamteindruck und die Proportionen passen müssen. Der Schwarze sollte keinerlei Kanten an sich haben, alles sollte rund geschnitten sein. Dann schneide ich die Bauchlinie, die nach hinten immer leicht ansteigend sein sollte, jedoch nicht so stark, wie auf dem Foto oben von Barusch, da habe ich es etwas "übertrieben"! :-)) In etwa so wie auf dem Bild von Chaika.

Die Beine vor dem Schneiden immer nach oben aufkämmen. Sie müssen nach dem Schneiden aussehen, wie vier feste, stabile Säulen, die den Hund tragen. Auch wenn der Hund wenig Beinhaar hat, ist es besser die Haarspitzen zu kappen, als das Haar in seiner ganzen Länge stehen zu lassen, aus Angst, nachher könnte es zu wenig sein. Frisch geschnittene Spitzen bringen Fülle ins Haar. aber wie gesagt nur die Spitzen. die Pfoten rund schneiden. An den Hinterschenkeln werden nun noch die kurzen Partien mit der Schere angeglichen, so dass zwischen kurz und lang keine harten Übergänge zu sehen sind, das gleiche machen wir an den Halsseiten.

Den Kopf muss man recht vorsichtig bearbeiten. Er sollte von oben aussehen wie ein Ziegelstein. Rechteckig und lang genug. Kämmen Sie das Schmuckhaar nach vorne und unten, alles was seitlich stark absteht, wird vorsichtig abgeschnitten.

Zu guter letzt schneiden wir die Oberlinie nach. Diese ist sehr vorsichtig zu schneiden, sollte sie "versaut" werden, stimmt alles nicht mehr. Die Oberlinie sollte vom Kopf in einem leichten Bogen nach hinten etwas absteigend geschnitten werden.

Wie gesagt, es müssen immer die Proportionen stimmen und das Trimming muss zum Hund passen.

Das "Russische Styling"

 

Barusch frisch gewaschen und geföhnt, aber noch nicht geschnitten

 

Barusch nach dem Trimmen

Chaika im "Russischen Styling"

Ich werde weiter berichten und versuchen von jedem Schritt des Trimmens ein Foto zu machen und hier mit einzustellen!!!

Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von jeglichen Trimmings, die über diese Anleitung gemacht werden. Ich habe keinerlei Verantwortung für die Ausführung!!! Dies ist nur ein Beispiel, wie ich es mache!!!

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