Das Wesen der SRT

Der SRT (Schwarzer Russischer Terrier) ist in Deutschland vorwiegend Familienhund. Im Haus sehr ruhig und regelrecht unauffällig. Für Schmusestunden oder einem kleinen Spiel ist er jedoch immer zu haben. Die Couch teilt er sehr gerne mit seinem Besitzer, er kann sich dabei auf Cockerspaniel Größe zusammenrollen und fällt kaum auf. Er ist robust und ausgeglichen im Wesen, gelehrig und sensibel gegenüber seiner Umwelt. Im engen Zusammenleben mit seiner Familie kommen seine guten Wesenseigenschaften zum Tragen. Draußen möchte er Toben und Spielen, auch für Hundesport ist er sehr gut geeignet. Auf der Straße verhält er sich Menschen oder anderen Hunden gegenüber neutral, man sollte ihn als Fremder jedoch nicht ungefragt anfassen. Für Kinder ist er ein hervorragender Spielpartner der sehr feinfülig mit ihnen umgeht, jedoch wird er seine Kinder auch bis aufs Blut verteidigen und beschützen. Sofern ihm die Kinder einen gewissen Respekt zollen, haben sie einen Freund fürs Leben, der auch mal einen Knuff vertragen kann. Andere Haustiere, die er von klein an kennt, werden von ihm in die Familie integriert und dementsprechend behandelt. Wobei man aufpassen sollte, denn nicht jedes Meerschweinchen z.B. verträgt 50kg Hund, von dem es versehentlich getreten wird.

  

 

Entstehung der Rasse Schwarzer Russischer Terrier

Der Schwarze Terrier ist der größte aller Terrierrassen.

Die Anfänge der Rasse liegen bei der Russischen Armee, den Militärzwingern. Damals gab es dort eine vielzahl von bissigen und großen Mischlingen, die dort ihren Dienst taten. 1924 wurde die zentrale Armeeschule der Kynologen gegründet, dort taten Experten für Hundezucht und Armee Dienst in den Staatszwingern. Das größte dieser Zentren war der Zwinger "Roter Stern". Man hielt tausende Hunde und bildete diese für den Polizei und Armee Dienst aus. In den 30er Jahren brauchten Stalins Gefängnisse vierbeinige Mannstopper.

Zu dieser Zeit befanden sich u.a. Kaukasische-, Mongolische-,Südrussische Schäferhunde, Airedale Terrier, Collies, Doggen, Bernhardiner und Neufundländer in den Zwingern. Nach dem zweiten Weltkrieg brachten Russische Soldaten Rottweiler und Riesenschnauzer als Kriegsbeute mit. Und da sind wir schon bei den Ausgangsrassen des Schwarzen Russischen Terriers.

In den frühen 50ern wurde einer Gruppe von Armeekynlogen der Auftrag gegeben, einen Super-Mannstopper zu züchten.

In der Entstehung der Rasse Schwarzer Russischer Terrier sind beteiligt:

30 % Riesenschnauzer, 30 % Rottweiler, 30 % Airedale Terrier und 10 % eine Kombination aus Kaukasischer und Europäischer Schäferhund, Neufundländer und Dänischen Doggen.

Die Schwarzen Terrier wurden nicht nur als Wachhunde in Gefängnissen eingesetzt, sondern auch als Allround Talente bei Polizei und Armee. Sie wurden erfolgreich als Schlittenhunde eingespannt, jedoch nicht so erfolgreich wie Huskys, aber besser als andere Gebrauchshunde. Einige wurden sogar als Treib und Hütehunde in der Landwirtschaft verwendet. Innsgesamt zeigt dies unter welch vielfältigen Bedingungen diese Rasse zu gebrauchen war.

Da der Schwarze Russische Terrier regelmäßige Pflege benötigt, er erst sehr spät Erwachsen wird und sehr viel Menschlichen Kontakt braucht, hielt seine Verwendung in der Armee nicht sehr lange an.

1957 waren auf der "All Russian Dog Show" 43 SRT (Schwarzer Russischer Terrier) zu sehen, sie zogen die Aufmerksamkeit von Privatleuten auf sich. Als Stalin starb, wurden einige Gefrängnisse geschlossen und die Militär Zwinger konnten die ersten SRT in Privathand verkaufen.

Schon bald wurde von Privatleuten die Zucht des SRT aufgenommen und da die "Schwarzen" des Militärs für Privathand zu scharf waren wurde eine Zuchtlinie angestrebt, die besser in eine Wohnung passten und nciht mehr so heftig waren. Es entstanden die "Show Linien".

Der Rassecharakter änderte sich und die Hunde wurden nun auf Intelligenz, Lernfähigkeit, Disziplin und Loyalität gegenüber des Besitzers gezüchtet.

Der moderne SRT ist von unverdorbenem Temprament, liebevoll, anhänglich, voller Disziplin und hervorragend im Umgang mit Kindern. Dennoch ist er aber in der Lage Fremde oder Eindringlinge zu stellen und wenn nötig Haus und Hof zu verteidigen. der SRT ist kein Raufer und wird keinen anderen Hund von sich aus zum Kampf auffordern, dennoch läßt er sich nichts gefallen. Diese Hunde können extrem schnell, hart und wütend in gefährlichen Situationen für die sie ein sicheres Gespür haben, oder auf Befehl reagieren. Auf der Straße, unter normalen Umständen, lassen sie Fremde an sich heran, wenngleich sie aber nicht gerne von ganz Fremden gestreichelt werden.

Im Zwinger kann man den SRT nicht halten, wenn er zuwenig Aufmerksamkeit bekommt, wird er entweder Phlegmatisch oder er wird sich gegen den Besitzer wenden. Im Haus ist der SRT sehr ruhig und erstaunlich wenig aktiv für seine Größe, Stärke und Beweglichkeit.

Der SRT ist immer mutig, selbstbewust und vertauenswürdig. Schüchternhiet ist bei diesr Rasse extrem selten. Bei Russischen Bauern wird der Hund immer beliebter. Er ist schwarz, schnell und leise wie ein Geist. Selbst ein bewaffneter Eindringling hat wenig Chancen bei einem 50 kg Wachhund, der ihn am Boden festnagelt und seinen Besitzer erwartet. Der SRT ist auf das Wachen in offenen Gebieten oder Gebäuden perfekt, es ist nicht bekannt, daß er Menschen oder Tiere ausserhalb seines Revieres anfällt. Er ist allerdings jederzeit bereit, seine Menschen mit seinem Leben zu verteidigen. Ein Grundstück auf dem ein Schwarzer Russischer Terrier wacht, sollte man nie unaufgefordert betreten.

Zu erwähnen ist noch, daß wie bei fast allen Gebrauchshunderassen der Schwarze Russische Terrier nicht unbedingt ein Hund für Anfänger ist. Er braucht eine konsequente, liebevolle Erziehung.

Der SRT ist immer gewillt seinem Menschen alles recht zu machen. Er darf bei der Erziehung keine Schläge oder extreme Härte erfahren. Meist reicht schon ein lautes Wort um ihn zur Ordnung zu rufen. Er ist ein "Führerweicher" Hund, der, wenn man es versteht, seinem Führer jeden Wunsch von den Augen abliest.

 

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